Neuigkeiten aus der Entwicklungspolitik

Entwicklungshilfegelder veruntreut: Scharfe Vorwürfe gegen Kolping-Stiftung

Logo des Kolpingwerks und Geldkoffer"Verantwortlich leben, solidarisch handeln." - Das Motto der katholischen Hilfsorganisation Kolpingwerk klingt dieser Tage wie Hohn. Denn Über Jahre hinweg sollen in der Kolpingstiftung Paraguay Entwicklungshilfegelder Deutschlands und der EU veruntreut worden sein. Von etwa einer Million Euro fehlt offenbar jede Spur. Die neue Chefin der Kolping-Stiftung in Paraguay erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Vorgänger und die Organisation. Sie spricht von verschwundenen Geldern und einer Verschleppung der Aufklärung. Die Kolping-Zentrale dementiert und bemüht sich um Schadensbegrenzung.

Relaunch der BMZ-Internetseite: bürgernäher im Netz?

Screenshot der neuen Internetseite des BMZDeutschland kommt seinen internationalen Verpflichtungen zur Entwicklungszusammenarbeit nicht nach. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) begründete dies erst vor einiger Zeit mit der aktuellen Haushaltslage. Wenn es der deutschen Wirtschaft schlecht geht, wird also auch das Geld knapp für Wiederaufbau, Good Governance und Umweltschutz in Afrika, Asien und Lateinamerika. Gleichzeitig leistet sich das BMZ eine neue Außendarstellung: Die Internetseite wurde rundum erneuert - mit Entwicklungshilfegeldern (ODA), versteht sich. Wozu, mag sich der Steuerzahler fragen.

Niebel: Entwicklungspolitik vertritt auch Interessen deutscher Unternehmen

Entwicklungsminister Dirk NiebelWas kann und soll Entwicklungspolitik leisten? Wie lässt sich Hilfe und Unterstützung für so genannte Transformations- und Entwicklungsländer in Deutschland legitimieren? Wollen wir wirklich nur "helfen", oder stehen vielmehr knallharte Wirtschaftsinteressen hinter den Milliardentöpfen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, die vor allem den eigenen wirtschaftlichen Interessen dienen soll? Letzteres muss sich seit seiner Amtsübernahme vor neun Monaten immer wieder Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) vorwerfen lassen.

Kritik an Entwicklungsminister Niebel: Wieczorek-Zeul im Interview

Heidemarie Wieczorek-Zeul / Quelle: wikipedia.orgHeidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat in ihrer Zeit als Entwicklungsministerin einige Koalitionen überstanden: Ihr Ressort leitete sie sowohl unter einer rot-grünen Regierung, als auch in der großen Koalition zwischen CDU und SPD mit harter Hand. 2009 war mit dem schwarz-gelben Regierungswechsel auch für sie Schluss. Nun kritisiert Wieczorek-Zeul erstmals seit ihrem Abgang als Entwicklungsministerin öffentlich die Politik ihres Nachfolgers Dirk Niebel (FDP).

Afghanistan: Zwischen Krieg und Wiederaufbau

Flagge AfghanistansAfghanistan: Seit acht Jahren tobt in dem asiatischen Land ein nicht enden wollender Bürgerkrieg. Der Militärschlag der US-Amerikaner und ihrer Verbündeten gegen das Taliban-Regime demonstrierte zwar militärische Überlegenheit, für Frieden sorgte er jedoch nicht. Im Gegenteil: 2010 ist das Land am Hindukusch teilweise gefährlicher als zuvor. Und das bekommen auch die Soldaten der Bundeswehr zu spüren. Ab morgen wird in Afghanistan erneut über Frieden, Sicherheit und Entwicklung beraten - auf der "Kabuler Konferenz zur Zukunft Afghanistans".

SPD-Fraktion: Ausbau der Jugendfreiwilligendienste gefordert

Zeichen des Deutschen BundestagesDie Zukunft der Wehrpflicht ist ungewiss, doch nicht nur die. Mit den Neuerungen beim Grundwehrdienstgehen Veränderungen auch bei den anderen Formen des Freiwilligendienstes einher. Dazu gehören das Freiwillige Soziale Jahr, das Freiwillige Ökologische Jahr oder der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts". Die SPD-Fraktion hat vor der Sommerpause die Bundesregierung nun dazu aufgefordert, einen Gesetzentwurf zum Status der Jugendfreiwilligendienste vorzulegen.

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Zeitzeugen der Entwicklungszusammenarbeit

Das Projekt hat zum Ziel, Theorien und Konzepte der Entwicklungszusammenarbeit mit persönlichen Biografien zu verknüpfen. Wir wollen zeigen, wie sich Entwicklungszusammenarbeit (EZ) seit den 1960er Jahren verändert hat, was Menschen motiviert, in der EZ zu arbeiten und wie sie ihre Erfahrungen reflektieren. Dazu wurden Expertinnen und Experten aus Ländern des Nordens und des Südens interviewt. Sie haben für staatliche und nichtstaatliche Organisationen gearbeitet - von der ländlichen Entwicklung bis zu good governance wird eine breite Palette von Projekten vorgestellt.

„Viel Motivation, aber keine Kenntnisse“

Unter der Überschrift "All inclusive in die Tropen" setzt sich ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) kritisch mit dem Freiwilligendienst weltwärts auseinander.

Globales Lernen ganz praktisch - das Projekt welt.bilder

Mit dem Projekt welt.bilder wird im Freiwilligenprogramm weltwärts mit ausgewählten Entsendeorganisationen ein Bildungs-, Lern- und Reflektionsprojekt realisiert. Sie finden hier Informationen zum Projekt, zu den Arbeitsprozessen, beteiligten Akteuren sowie zu den Ergebnissen.

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