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Bericht zur Wirklichkeit der Entwicklungshilfe

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(Quelle: welthungerhilfe.de)Die beiden Hilfsorganisation Terre des Hommes und die Welthungerhilfe haben am 5.11. ihren kritischen Jahresbericht zur deutschen Entwicklungszusammenarbeit vorgelegt. Ihre zetrale Forderung: Es muss eine verlässliche Finanzierung für den Klimaschutz in den Entwicklungs- und Transformationsländern geben. Die Reaktion aus dem Bundesentwicklungsministerium folgte promt: Der neue Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) lobte das Engagement der Kirchen und Nichtregierungsorganisation und verwies darauf, dass Klimapolitik Schwerpunkt deutscher Entwicklungspolitik ist.

Der Bericht kann unter anderem hier bei der Welthungerhilfe heruntergeladen werden.

Weitere Informationen bei Terre des Hommes und der Welthungerhilfe.

Hier die Meldung der Welthungerhilfe:

Die Hilfswerke terre des hommes und Welthungerhilfe fordern in ihrem Bericht zur Wirklichkeit der Entwicklungshilfe von der neuen Bundesregierung ein klares Bekenntnis, die Finanzierung des Klimawandels verbindlich sicherzustellen und als eigenständige Aufgabe in der Entwicklungspolitik zu verankern.

"In der mittelfristigen Finanzplanung der Bundesregierung bis 2013 muss jährlich ein Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungshilfe vorgesehen werden, um damit auch den Herausforderungen des Klimaschutzes zu begegnen. Im Koalitionsvertrag gibt es zu Zeitzielen keine verbindlichen Aussagen. Es wäre deshalb ein starkes Signal der Regierung, wenn sie sich noch vor dem Klimagipfel in Kopenhagen dazu bekennen würde", sagt Danuta Sacher, Geschäftsführerin von terre des hommes.

Die beiden Hilfswerke kritisieren, dass ausgerechnet die Menschen am stärksten vom Klimawandel betroffen sein werden, die ihn nicht verursacht haben und sich gegen seine Folgen aber am wenigsten wehren können. "Die armen Länder haben 90 Prozent der menschlichen Opfer und der wirtschaftlichen Folgekosten des Klimawandels zu tragen. Das sind Kleinbauern und Bäuerinnen auf dem Land, die unsere enormen Klimaschulden bezahlen müssen", warnt Dr. Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe.

Die Finanzierung von Klimaschutzprogrammen ist eine Frage der Prioritäten. Etwa 100 Milliarden Dollar pro Jahr sind nötig, um den Klimaschutz und Anpassungsprogramme im Süden zu finanzieren. Die westlichen Industrienationen gaben 2008 allein 265 Milliarden Dollar für Agrarsubventionen aus. Rund 300 Milliarden Dollar fließen weltweit in die Subventionierung fossiler Brennstoffe.

Welthungerhilfe und terre des hommes fordern außerdem, die wachsende Unübersichtlichkeit der internationalen Klimafonds zu beseitigen und eine zentrale Entscheidungsinstanz zu benennen, um Doppelarbeit und Koordinierungsbedarf zu reduzieren.

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