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Entwicklungszusammenarbeit an der Uni? Studiengänge im Überblick
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Entwicklungspolitik in all seinen Facetten und Aspekten zu studieren ist nicht immer ganz einfach. Oft finden sich entwicklungspolitische Inhalte als kleine Teilaspekte im größeren Kontext wider - etwa der Internationalen Beziehungen oder von Regionalstudien. Auch wenn dies nicht ganz unberechtigt ist, so fällt es doch etwa selbst an großen Instituten, wie dem Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, schwer, entwicklungspolitische Schwerpunkte zu setzen. Die Uni Duisburg-Essen hingegen bietet mit dem Studiengang "Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik" eine Alternative an. Mehr dazu und wie andere Unis und Fachbereiche mit dem Thema umgehen, erfahrt ihr hier. | Welches Studium für Entwicklungspolitik?Eine oft gestellte Frage: Was sollte man eigentlich studieren, um später einmal in der Entwicklungszusammenarbeit tätig zu werden. Diese Frage zu beantworten ist gar nicht mal so einfach. Denn ähnlich breit wie das Berufsfeld Entwicklungspolitik ist auch das entsprechende Studienangebot. Denn DEN Studiengang etwa zum Entwicklungshelfer gibt es nicht. So können Ingenieure Solaranlagen in Afrika aufbauen, leiten Rechts- oder Poliitkwissenschaftler GTZ-Büros in Südasien oder betreiben Ethnologen für eine NGO Feldforschung in Lateinamerika. Diese Beispiele könnte man noch ewig weiterführen. Entwicklungszusammenarbeit ist also kein konkreter Beruf, sondern ein Feld für Studierende unterschiedlichster Studienrichtungen. Das wird natürlich diskutiert - etwa im Forum von studis-online.de. | Ein Beispiel: Mit VWL nach Burkina FasoWährend ihres VWL-Studiums entdeckte Maya Schmaljohann ihr Interesse für die großen Zusammenhänge in der internationalen Wirtschaft. Als Trainee der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH lernt sie derzeit in Burkina Faso die Praxis der deutschen Entwicklungszusammenarbeit kennen. Die 24-jährige Maya Schmaljohann gehört zu den ersten 20 Trainees, die in internationalen Projekten der GTZ in aller Welt mitarbeiten und in einem modularisierten 18-monatigen Programm zu Fach- und Führungskräften für Organisationen der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit ausgebildet werden. Auftraggeber der GTZ ist dabei die Bundesregierung, speziell das Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Kern des neuen Trainee-Programms ist es, die Entwicklungszusammenarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven kennen zu lernen und seinen Teilnehmern ein möglichst breites Spektrum an Karrieremöglichkeiten nach der Ausbildung zu bieten. Diese können bei deutschen oder internationalen Organisationen, der GTZ selbst oder im BMZ liegen. [...] > Hier könnt ihr den ganzen Artikel weiterlesen! | Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit (TU Kaiserslautern)
Unterentwicklung ist nach wie vor eines der größten Probleme, vor denen die Weltgemeinschaft steht. Das Konzept der nachhaltigen Entwicklung hat sich für die Entwicklungszusammenarbeit als zentrales und handlungsleitendes Leitbild durchgesetzt. Ziel des berufsbegleitenden Fernstudiums ist es, den Teilnehmenden umfassende und aktuelle Kenntnisse zu den Bereichen nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit zu vermitteln. Neben einer Einführung in Grundlagen und Konzepte nachhaltiger Entwicklung werden verschiedene Handlungsfelder der Entwicklungszusammenarbeit dargestellt und relevante Konzepte der Nachhaltigkeit erarbeitet. Den Studierenden soll die Möglichkeit gegeben werden, sich auf wissenschaftlicher Basis für Tätigkeiten in sowohl in staatlichen als auch in nichtstaatlichen Institutionen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit zu qualifizieren. Das Fernstudium wendet sich sowohl an Weiterbildungsinteressierte, die bereits in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, als auch an Personen, die sich auf wissenschaftlicher Basis für dieses Arbeitsfeld qualifizieren möchten.
| M.A. Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik (Duisburg Essen)
Der Masterstudiengang verbindet eine fundierte theoretische Ausbildung im Gebiet Internationale Beziehungen mit einer intensiven Ausbildung im Teilgebiet Entwicklungspolitik. Neben den einschlägigen Theorien und Themen der Internationalen Beziehungen - regionale Kooperation und Integration, Internationale Organisationen, Globalisierung, Internationale Wirtschaftsbeziehungen etc. - legt der Studiengang besonderes Augenmerk auf Theorien von Global Governance, Friedens- und Konfliktforschung, die Nord-Süd-Beziehungen sowie die entwicklungspolitische Praxis. Ein zweites Alleinstellungsmerkmal erfährt der Studiengang durch seine regionale Orientierung auf Ostasien, Europa und Afrika (primär Sub-Sahara-Afrika). Die Konzentration und die Anwendung der theoretischen Kenntnisse auf diese Regionen erlauben einen praxis- und anwendungsbezogenen Zugang zu entwicklungspolitischen Fragestellungen.
Die gegenstands- und zeitnahe Komponente soll durch einen achtwöchigen Auslandsaufenthalt gefördert werden, welcher je nach Neigung eine eher theoretisch-akademische oder eine dezidiert praxisbezogene Ausrichtung annehmen kann. Im dritten Semester erfolgt eine regionale Spezialisierung auf zwei Regionen und im vierten Semester wird die Master-Abschlussarbeit angefertigt.
Seit Herbst 2000 bietet das IEE ein internationales und englischsprachiges Aufbaustudium "MA in Development Management" an. Dieses Programm dauert 18 Monate und ist in seiner Form einmalig in Deutschland. Alle zwei Jahre können sich bis zu 25 Studenten für den Kurs in Bochum einschreiben. Ziel des Studiengangs Development Management ist die Vermittlung von theoretischen und methodischen Kenntnissen für das Management von Projekten und Programmen der Entwicklungszusammenarbeit.
Im 1. Semester steht die Einführung in für die Entwicklungszusammenarbeit relevante Theorien aus den beteiligten Disziplinen im Mittelpunkt des Lehrprogramms. Gleichzeitig identifizieren die Studierenden zusammen mit ihren Betreuern eine praktische Problemstellung aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, die die Grundlage für die im 3. Semester anzufertigende Masterarbeit bildet. Das 2. Semester legt den Schwerpunkt auf Methoden der Planung, Implementierung und Evaluierung von Entwicklungsprogrammen und –projekten. Eine Anwendung der bisherigen Lehrinhalte erfolgt im Rahmen einer Seminararbeit, die eine Bearbeitung der im ersten Semester gewählten Fallstudie zunächst aus theoretischer Sicht und die Vorbereitung der nachfolgenden Feldforschung zum Gegenstand hat. Im 3. Semester erfolgen auf Basis der Seminararbeit und der eigenen empirischen Ergebnisse die Anfertigung der Masterarbeit und die Präsentation der Ergebnisse. Das Lehrprogramm ist interdisziplinär angelegt und wird getragen von Dozentinnen und Dozenten der Ruhr-Universität Bochum, die die Fächer Ökonomie, Sozial- und Politikwissenschaften, Rechtswissenschaften und Geowissenschaften vertreten. Externe Dozentinnen und Dozenten aus der Praxis der Entwicklungszusammenarbeit werden im Rahmen von Seminaren an der Lehre beteiligt. Darüber hinaus kooperiert das Programm mit dem Bochum Program of Development Management an der University of the Western Cape, Bellville, Kapstadt, Südafrika, das ebenfalls unter der Verantwortung des Instituts für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik durchgeführt wird.
| M.A. Technologie- und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (Fachhochschule Köln University of Applied Sciences Cologne)Besondere Kennzeichen des Masterstudiengangs »Technologie- und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen« sind die internationale Ausrichtung, der interdisziplinäre und praxisorientierte Ansatz sowie der modulare Aufbau, der es ermöglicht Teile des Studiums auch an internationalen Partneruniversitäten zu absolvieren. Des Weiteren werden ausländische Gastdozentinnen und -dozenten in das ITT eingeladen. > Weitere Informationen zum Studiengang | International Development Studies (Philipps-Universität Marburg)Der Master-Studiengang "MA International Development Studies" beschäftigt sich mit den Ursachen, Auswirkungen und Rahmenbedingungen von wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Entwicklung, wobei der inhaltliche Schwerpunkt in der Wechselwirkung von Institutionen und Entwicklungsprozessen im regionalen und internationalen Kontext liegt. Der Studiengang kann nur zum Wintersemester begonnen werden und ist nicht zulassungsbeschränkt. Der Zugang zu einem Master-Studiengang setzt den Abschluss eines Bachelor-Studiums voraus. Bewerbungen müssen bis zum 15.07. eingegangen sein. Sollte Ihnen zur Bewerbungsfrist verfahrensbedingt noch kein Zeugnis über den ersten Abschluss vorliegen, bitten wir Sie, sich auch ohne die Einreichung des Abschlusszeugnisses fristgerecht zu bewerben. In zulassungsfreien Masterstudiengängen kann das Zeugnis bis Mitte Dezember nachgereicht werden. Für Studienbewerber, die ihren ersten akademischen Grad (z.B. Bachelor) nicht an einer deutschen Hochschule erworben haben, gelten teils andere Bewerbungsbedingungen.
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