Nachwuchsförderung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

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> Traineeprogramm des AGEH

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> Nachwuchsförderung bei der GTZ


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Die Anforderungen an die Qualifikation der Fachkräfte, die über die anerkannten Entwicklungsdienste in Projekte und Programme von Partnerorganisationen vermittelt werden, sind sehr hoch. Nicht nur mehrjährige Berufserfahrung sondern auch entwicklungspolitisches und soziales Engagement, interkulturelle Sensibilität und Sprachkenntnisse werden vorausgesetzt. In besonderen Positionen ist inzwischen auch Auslandserfahrung eine selbstverständliche Grundlage für die Mitarbeit.

Für Berufsanfänger gibt es bisher nur wenige Möglichkeiten, in der Entwicklungszusammenarbeit praktische Erfahrungen zu sammeln. Als Ergänzung zu den „alten Hasen“ ist es aber sinnvoll, junge Menschen mit innovativen Ideen und aktuellen Methodenkenntnissen einzusetzen. Die anerkannten Entwicklungsdienste haben deshalb in den letzten Jahren Programme entwickelt, die es jungen Berufsanfängern ermöglichen, erste Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit zu sammeln.

Dazu gehören:

  • Das Traineeprogramm der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH)
  • Das Nachwuchsförderungsprogramm des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED)
  • Das Programm PV24 des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED)
  • Das Nachwuchsförderungsprogramm der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)

Übersicht des AKLHÜ: "Nachwuchsförderung in der Entwicklungszusammenarbeit" mit Kurzinformationen zu ausgewählten Organisationen/Institutionen, die Nachwuchsförderungsprogramme bzw. Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten (download 519 KB)

| Traineeprogramm der AGEH

Die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V. (AGEH) führt, als Personaldienst für die Entwicklungsarbeit der katholischen Kirche in der Bundesrepublik Deutschland, in Zusammenarbeit mit dem Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR e.V. respektive dem Deutschen Caritas-Verband/Caritas international (Ci) Trainee-Programme durch. Ziel der Programme ist die Einführung von Nachwuchskräften mit abgeschlossener beruflicher Ausbildung in die spezifischen Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit (Misereors) bzw. des Sozialmanagements und der Humanitären Hilfe (von Ci). Die Einführung erfolgt durch ein On-the-job-Training in den Geschäftsstellen von Misereor, Caritas international und der AGEH. Dazu gehören Phasen intensiver Einführung und Einübung in das Programm- und Projektmanagement in den Zentralen, kombiniert mit Phasen der praktischen Mitarbeit in Entwicklungsprojekten und/oder Strukturaufbauprojekten der Humanitären Hilfe im Ausland.

Im Wechsel dazu ist die Teilnahme an passenden Kursen, Trainings- und Lernangeboten vorgesehen. Die Mitarbeit im Rahmen eines Trainee-Programms soll eine Tätigkeit in der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit bzw. der Strukturaufbauarbeit in der Humanitären Hilfe, vornehmlich im Ausland ermöglichen und darin einmünden. Es ist für die einzelnen Teilnehmer/innen zunächst auf 12 (bei Ci) oder 24 Monate (Misereor) begrenzt.

Die Trainee-Programme werden von der AGEH verantwortet und koordiniert und in enger Zusammenarbeit mit dem Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR e.V. bzw. Caritas international durchgeführt. Die AGEH und das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e.V. bzw. Caritas international auf der einen und der/die Trainee auf der anderen Seite verfolgen die Absicht, dass es am Ende der Traineezeit zu einer Vermittlung als AGEH-Fachkraft in ein von MISEREOR gefördertes bzw. von Ci finanziertes Projekt der Entwicklungszusammenarbeit / Strukturaufbauhilfe kommt. Die beteiligten Institutionen können jedoch für die Zeit nach dem Trainee-Programm vorweg keine konkrete Zusage für die Überleitung in ein Vertragsverhältnis als Entwicklungshelfer/in oder in ein Arbeitsverhältnis geben.

Weitere Informationen im Internet: AGEH, MISEREOR e.V. und Caritas international

| Nachwuchsförderungsprogramm des DED

Das Nachwuchsförderungsprogramm (NFP) des Deutschen Entwicklungsdienstes ist ein Stipendienprogramm, das es Berufsanfängern sowie Fach- und Hochschulabsolventen ermöglicht, während eines einjährigen Aufenthalts in einem der Partnerländer des DED entwicklungspolitische, berufliche, persönliche und interkulturelle Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit zu sammeln. Als so genannte Entwicklungsstipendiaten (ES) können sie durch das NFP vor allem

  • ihre Landeskenntnisse und Sprachkenntnisse verbessern,
  • sich Teamfähigkeit und organisatorische Fertigkeiten aneignen,
  • eine soziale Kompetenz für das Leben und Arbeiten in einer anderen Kultur erwerben sowie
  • die Arbeitsweise des DED und seiner Partner kennen lernen.

Das NFP soll die Stipendiaten ermutigen und gleichzeitig ihre Chancen erhöhen, anschließend in Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit im In- und Ausland tätig zu werden. Die Stipendienzeit beträgt maximal 13 Monate. Sie besteht aus einem ca. einmonatigen Inlandsteil mit Vorbereitung in der Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit (VEZ) in Bad Honnef und in der Regel 12 Monaten bei einer Partnerorganisation des DED im Ausland, wo die Entwicklungsstipendiaten von Mentoren - erfahrenen Entwicklungshelfern - betreut werden.

Kurzinfo zum Nachwuchsförderungsprogramm (download PDF 330 KB)
Richtlinien für das Nachwuchsförderungsprogramm (download PDF 99KB)
Weitere Informationen im Internet: DED

| Programm PV24 des Evangelischen Entwicklungsdienstes

Das Personalvermittlungsprogramm 24 (PV 24) richtet sich an Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Alter von ca. 25 bis 30 Jahren, die ökumenisch entwicklungspolitisch engagiert sind, aber noch keine zwei Jahre Berufserfahrung erlangt haben. Der EED erwartet neben ehrenamtlichem Engagement auch Praktika, Joberfahrungen vor oder während eines Studiums, Studienaufenthalte und ebenso Fremdsprachenkenntnisse.

PV 24 soll den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die Entwicklungszusammenarbeit und eine berufliche Erfahrung in diesem Arbeitsfeld ermöglichen, die entwicklungspolitische Debatte mit einem "frischen Blick" anreichern und die Verbundenheit jüngerer Fachkräfte mit der evangelischen Entwicklungsarbeit fördern.

Die Mitarbeit umfasst das ganze Spektrum der von Partnerorganisationen des EED durchgeführten Arbeitsfelder. Der Personalvermittlung im Programm PV24 muss eine Personalanforderung eines potentiellen Dienstgebers aus Asien, Afrika oder Lateinamerika zugrunde liegen. Die Personalanforderung von Partnerorganisationen wird im EED nach den hierfür üblichen Regeln geprüft und bewilligt. Erst dann wird eine entsprechende Arbeitsplatzbeschreibung erstellt und eine Fachkraft gesucht.

Die Dauer des Einsatzes beträgt 24 Monate plus Vorbereitung vor der Ausreise und Nachbereitung nach Rückkehr. Die Leistungen richten sich nach dem Entwicklungshelfer-Gesetz.

Das Personalvermittlungsprogramm PV24 (download PDF 104 KB)
Weitere Informationen im Internet: EED

| Traineeprogramm und Juniorpositionen bei der GTZ

Das GTZ Trainee-Programm dauert 18 Monate, in denen Sie die deutsche und multilaterale Entwicklungszusammenarbeit (EZ) aus unterschiedlichen Perspektiven aktiv kennen lernen. Der Schwerpunkt des Programmes liegt in der Technischen Zusammenarbeit (TZ). Nach einer zweimonatigen Vorbereitung sind Sie für 9 Monate in einem GTZ-Vorhaben tätig und durchlaufen anschließend Stationen bei einer weiteren deutschen sowie einer internationalen EZ-Organisation und im Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Als Absolvent/-in dieses Programms haben Sie gute Voraussetzungen, später anspruchsvolle Fach- und Führungspositionen bei der GTZ oder anderen deutschen und internationalen EZ-Institutionen zu übernehmen.

Und das sind die Voraussetzungen: Die GTZ erwartet, dass Sie ein Hochschulstudium (Bachelor ist ausreichend) abgeschlossen haben. Zusätzlich sollen Sie erste Berufserfahrungen (hier genügen auch Praktika) oder ein Postgraduiertenstudium mitbringen. Das Programm ist für alle Nationalitäten offen, Voraussetzung für eine sinnvolle Ausbildung ist aber eine gute Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift. Die Trainee-Stelle wird mit 1.900 € pro Monat vergütet.

Juniorpositionen bieten wir in der Unternehmenszentrale in Eschborn, unseren Büros in Berlin und Bonn und unseren Partnerländern auf der ganzen Welt an. Die Aufgaben sind vielfältig:

  • Als Juniorfachkraft im Ausland übernehmen Sie rasch Verantwortung in Fach- und Managementaufgaben unter Anleitung durch Ihre Vorgesetzte oder Ihren Vorgesetzten.
  • Als Juniorfachkraft in der GTZ-Zentrale in Eschborn sind Sie vorrangig mit inhaltlichen, aber auch mit Management-Aufgaben betraut.
  • Als Fachassistent/in im Bereich „Planung und Entwicklung“ übernehmen Sie etwa zu gleichen Teilen fachliche und administrative Aufgaben.
  • Als Juniorprojektbearbeiter/in in einer Regionalgruppe oder als Juniorprojektmanager/in im Bereich „International Services“ sind Sie für Verwaltungs-, Management- und kaufmännische Aufgaben in der GTZ-Zentrale in Eschborn verantwortlich.
  • Als Juniorreferent/in im Personal- und Sozialbereich sind Sie vorrangig für Fragen der Personalbereitstellung und -betreuung zuständig.

| Programm "Beigeordnete Sachverständige"

Deutschland hat mit etwa 20 internationalen Organisationen Abkommen zur Entsendung von deutschen Nachwuchskräften als Beigeordnete Sachverständige geschlossen. Dadurch soll Hochschulabsolventen mit erster internationaler Berufserfahrung der Einstieg in internationale Organisationen erleichtert werden. Die Federführung des Programms liegt beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Das Büro Führungskräfte zu Internationalen Organisationen (BFIO) führt das Programm durch. Nähere Informationen finden Sie hier auf der Internetseite des BFIO.

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