Den richtigen Einstieg finden - Arbeitsmarkt Entwicklungspolitik

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> Welche Möglichkeiten gibt es?


Ziel der Entwicklungszusammenarbeit ist es, die Lebensbedingungen der Menschen in den weniger entwickelten Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas nachhaltig zu verbessern. Gefragt sind neue Rahmenbedingungen und Strukturen, die die Initiative der Menschen stärken und Erfolge möglich machen. Jeder kann sich daran beteiligen – durch ehrenamtliches Engagement, durch Spenden oder durch den Kauf von fair gehandelten Produkten.

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, einen Beruf auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit zu ergreifen. Wegen der Internationalität und Komplexität des Themas Entwicklungszusammenarbeit müssen die Anforderungen an die Qualifikation entsprechend hoch sein. Es ist sehr erfreulich, dass sich viele junge und auch berufserfahrene Fachkräfte für eine Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit interessieren. Das bedeutet aber auch: die Konkurrenz ist groß. Bewerberinnen und Bewerber sollten daher gut informiert und vorbereitet sein.

| Berufliche Grundlage und sonstige Voraussetzungen

"Der Entwicklungshelfer ist kein Beruf, er hat einen" ist ein viel zitierter Satz in Veröffentlichungen von Entwicklungsdienstorganisationen. Erwartet werden eine abgeschlossene Ausbildung bzw. ein abgeschlossenes Studium und in der Regel einige Jahre Erfahrung in einem für einen Einsatzbereich des Entwicklungsdienstes relevanten Beruf.

In der Regel werden Fachleute mit entsprechender Qualifikation in den folgenden Bereichen gesucht:

  • Ingenieur- und Technikerberufe fast aller Branchen

  • Gesundheitsberufe

  • Agrar-, Forstwirtschafts- und Gartenbauberufe (insbesondere Pflanzenbau, Aufforstung, Erosionsschutz) sowie Berufe mit Wasserbau, Vermessung, Geologie, Stadt- und Regionalplanung

  • Wirtschafts- und gelegentlich sozialwissenschaftliche Qualifikationen

  • Rechtswissenschaften

  • bestimmte pädagogische Qualifikationen (z.B. für naturwissenschaftliche Gymnasialfächer, Berufspädagogik)

Fachleute mit Qualifikationen und Erfahrungen aus vielen Handwerksberufen, vorzugsweise mit Meistertitel, werden besonders oft, Fachkräfte aus überwiegend kommunikationsorientierten Berufen (Psychologie, Logopädie, Elementarpädagogik usw.) oder mit geistes-, kulturwissenschaftlichen und ähnlichen Qualifikationen hingegen selten bis nie gesucht.

Angehende EntwicklungshelferInnen müssen die deutsche Staatsangehörigkeit (oder die eines anderen EU-Mitgliedsstaates) besitzen und mindestens 18 Jahre alt sein. Hinzu kommen natürlich Sprachkenntnisse (vorwiegend Englisch und Französisch oder Spanisch) und die Bereitschaft zu ihrem Erwerb sowie Verständnis für die jeweiligen gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Dass Toleranz und Einfühlungsvermögen für eine fremde Lebens- und Arbeitsweise keine Fremdworte sein sollten, kann nicht genug hervorgehoben werden; Team- und Kommunikationskompetenz spielen ebenfalls eine besonders wichtige Rolle.

| Vorbereitung auf den Entwicklungsdienst

Angehende Entwicklungsdienst-MitarbeiterInnen werden in Vorbereitungskursen der Träger für ihre Tätigkeit geschult. Diese Kurse können mehrere Monate dauern (z.B. beim Deutschen Entwicklungsdienst). Absolventinnen und Absolventen geeigneter Studiengänge (vor allem Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) können auch versuchen, am Auswahlverfahren des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) teilzunehmen, das eine spezielle neunmonatige Ausbildung zur Vorbereitung auf eine berufliche Tätigkeit im Bereich der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit für Hochschulabsolventen und -absolventinnen anbietet (Web-Adresse s.u.). Den Absolventinnen und Absolventen bestimmter Studiengänge bietet die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GTZ ein 24-monatiges Projektassistenten-Programm an, das an die Koordinierungs- und Managementaufgaben in der Entwicklungszusammenarbeit heranführt.

Was man unbedingt im Auge behalten muss: Eine Tätigkeit im Entwicklungsdienst ist grundsätzlich befristet. Wer also in den Entwicklungsdienst möchte, sollte daran denken, dass auch das "Danach" organisiert werden will - beruflich wie privat. Eine Übersicht der Durchführungsorganisationen bzw. nichtstaatlicher Gruppen und Organisationen in der Entwicklungszusammenarbeit findet man auf der Internetseite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Ministerium - Berufliche Chancen) unter www.bmz.de

| Institutionen und Organisationen der deutschen EZ

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gesteuert und koordiniert. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit wird das BMZ auch in den kommenden Jahren Fachkräfte einstellen. Weitere berufliche Perspektiven gibt es bei den so genannten Durchführungsorganisationen, die mit der Realisierung staatlich initiierter und finanzierter Vorhaben beauftragt werden. Hervorzuheben ist hier die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW Entwicklungsbank) für den Bereich der Finanziellen Zusammenarbeit und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) für den Bereich der Technischen Zusammenarbeit.

Die zweite wichtige Säule der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bilden nichtstaatliche Organisationen. Deine Arbeit gestaltest du in eigener Verantwortung und finanzieren sie teilweise mit eigenen Mitteln, teilweise mit staatlichen Zuschüssen. Und es gibt die Möglichkeit, auf internationaler Ebene tätig zu sein, zum Beispiel für die Europäische Union

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