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Entwicklungszusammenarbeit in Österreich
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Gemeinsam mehr zusammenbringen - unter diesem Motto steht die Entwicklungszusammenarbeit des Landes Österreich. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) verfolgt ihre Ziele - Armut zu vermindern, Frieden zu sichern und die Umwelt zu erhalten - im internationalen Kontext. Die Politiken und programmatischen Vorgaben werden mit der Europäischen Union sowie in internationalen Gremien (EU, VN, OECD, Internationale Finanzinstitutionen) abgestimmt. Wichtige Grundlagen für die bilaterale und multilaterale Entwicklungszusammenarbeit sind die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) und die Pariser Deklaration. Österreich führt Entwicklungszusammenarbeit bilateral mit Partnerländern und multilateral gemeinsam mit internationalen Organisationen durch. Darüber hinaus kooperiert die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) mit Nichtregierungsorganisationen. Diese setzen Programme und Projekte in den Partnerländern um, und tragen zur entwicklungspolitischen Bildung im Inland bei. Ein weiterer wichtiger Partner der OEZA ist die Wirtschaft. | Entwicklungspolitik in ÖsterreichDie öffentliche Entwicklungszusammenarbeit Österreichs hat sich in den 1960er-Jahren aus privaten Kontakten und Entwicklungshilfeaktivitäten entwickelt. Zusätzlich zum Engagement in Afrika, Asien und Zentralamerika begleitet die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) seit den 1990er-Jahren auch Länder in Südosteuropa auf ihrem Weg in die Europäische Union. Weltweit profitieren sechs Millionen Menschen von der OEZA. Heute ist die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit für Partnerländer in sieben Schwerpunktregionen tätig. Sie trägt dazu bei, die Lebensbedingungen zu verbessern und nachhaltige soziale, wirtschaftliche und demokratische Entwicklung zu fördern. Arbeitsschwerpunkte sind Wasser und Siedlungshygiene, Energie, Ländliche Entwicklung, Bildung, Entwicklung des Privatsektors und Governance. In Südosteuropa unterstützt die OEZA ihre Partner außerdem bei der Annäherung an die Europäische Union. Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMeiA) entwickelt die Strategien und Programme der OEZA. Die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen (NRO), Unternehmen und zunehmend auch mit Partnerregierungen um. Über 18 Auslandsbüros werden die Projekte koordiniert und der effiziente Einsatz der Mittel kontrolliert. Die OEZA gestaltet weiters die gemeinschaftliche Entwicklungszusammenarbeit in der EU maßgeblich mit und engagiert sich bei den Vereinten Nationen, in internationalen Finanzinstitutionen und in entwicklungspolitischen Foren. Rechtliche Grundlage der OEZA ist das im Jahr 2002 beschlossene und 2003 novellierte Gesetz über Entwicklungszusammenarbeit (EZA-Gesetz). Es enthält einen konkreten Zielkatalog, der für die gesamte Bundesverwaltung entwicklungspolitische Kriterien vorschreibt. Kernpunkte sind Armutsbekämpfung, die Sicherung von Frieden und menschlicher Sicherheit sowie die Erhaltung der Umwelt. Ebenfalls verankert sind die in den Programmen und Projekten geltenden Grundprinzipien: Eigenverantwortung der Partnerländer für ihren Entwicklungsweg, Respekt vor kultureller Vielfalt, Gleichstellung zwischen Frauen und Männern und Rücksicht auf die Bedürfnisse von Kindern und Menschen mit Behinderung. Die zentralen entwicklungspolitischen Positionen und strategischen Rahmenbedingungen der OEZA sind im Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik definiert. Seine Fortschreibung wird jährlich vom BMeiA erstellt und dient als Basis für das Arbeitsprogramm der ADA. Zusätzlich zur Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit tragen auch Ministerien, Bundesländer und Gemeinden mit öffentlichen Mitteln zum Entwicklungszusammenarbeitsbudget bei. Diese Beiträge meldet Österreich als öffentliche Entwicklungshilfeleistungen (Official Development Assistance, ODA) an die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Welche Beiträge als ODA anrechenbar sind, entscheidet der Entwicklungshilfeausschuss (Development Assistance Committee/DAC) der OECD. Dieser wurde 1961 als Forum der Entwicklungshilfegeberländer ins Leben gerufen. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) konzentriert sich auf sieben ausgewählte Schwerpunktregionen in Asien, Afrika, Zentralamerika und Südosteuropa. Denn nur durch eine Bündelung der Programme und Projekte auf einige Partnerländer können die vorhandenen Mittel effizient eingesetzt werden. In Bereichen, in denen Österreich fundierte fachliche Kenntnisse und langjährige Erfahrungen hat, bietet die OEZA ihren Partnern Unterstützung und Zusammenarbeit an. Länderstrategien, Sektor- und Regionalprogramme sowie Leitlinien für die gemeinsame Arbeit werden im Dialog mit den Partnerländern entwickelt. Auch Nichtregierungsorganisationen, Fachleute und andere Geberländer werden in diesen Abstimmungsprozess einbezogen, um kohärente und effiziente Ergebnisse zu sichern. Die thematischen Schwerpunkte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit sind Wasser und Siedlungshygiene, Ländliche Entwicklung, Energie, Wirtschaft und Beschäftigung, Klein- und Mittelbetriebsentwicklung, Bildung, Governance und Friedenssicherung. In ihren Programmen und Projekten achtet die OEZA stets auf die Gleichstellung von Frauen und Männern und nimmt auf die Bedürfnisse von Kindern und Menschen mit Behinderung Rücksicht. Hauptziel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ist, die Partner dabei zu unterstützen, Armut zu verringern, lebenswichtige natürliche Ressourcen zu erhalten sowie Frieden und menschliche Sicherheit zu gewährleisten. Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit, die direkt zwischen zwei Staaten stattfindet, wird in Österreich zu einem überwiegenden Teil von der Austrian Development Agency, dem Unternehmen der OEZA, abgewickelt. Die multilaterale Entwicklungszusammenarbeit wird direkt vom Außenministerium, Abteilung VII.1, koordiniert. Multilaterale und bilaterale Programme verfolgen dieselben Ziele und sind miteinander vernetzt, um Synergien nützen zu können. | Länder und ThemenDie Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) konzentriert sich auf sieben Schwerpunktregionen in Afrika, Asien, Zentralamerika und Südosteuropa. Damit folgt sie dem internationalen Trend verstärkt auf Regionalprogramme zu setzen und punktuelle Engagements zu reduzieren. 18 Auslandsbüros gewährleisten partnerschaftliches Arbeiten. Die Entwicklungszusammenarbeit ist so an die Gegebenheiten vor Ort angepasst und effektiv gestaltet. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) trägt dazu bei, die Ungleichheit zwischen Arm und Reich zu verringern, Frieden zu sichern und natürliche Lebensräume zu erhalten. Die Versorgung mit Wasser und Energie ist Grundlage jeden Fortschritts. Bildung eröffnet neue Perspektiven. Und der Aufbau demokratischer Strukturen bringt Stabilität. Die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Bedürfnisse von Kindern und Menschen mit Behinderungen werden in allen Programmen und Projekten der OEZA besonders berücksichtigt. Die Austrian Development Agency (ADA) ist das Unternehmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Sie ist für die Umsetzung aller bilateralen Programme und Projekte in den Partnerländern der OEZA verantwortlich und verwaltet das dafür vorgesehene Budget. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bildungs- und Informationsarbeit in Österreich, um das Thema Entwicklungszusammenarbeit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Arbeitsgrundlage der ADA ist das Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik, das vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMeiA) erstellt wird und die zentralen entwicklungspolitischen Positionen und strategischen Rahmenbedingungen der OEZA definiert. Die Arbeitsaufteilung zwischen BMeiA und ADA sichert die Kohärenz staatlicher Entwicklungspolitik und die effiziente Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben für Entwicklungszusammenarbeit, des Entwicklungszusammenarbeitsgesetzes (EZA-Gesetz). Die Programme und Projekte der OEZA werden von der ADA gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen in derzeit sieben Schwerpunktregionen umgesetzt. Die OEZA stimmt ihre Vorhaben stets mit den anderen Gebern und der Europäischen Union ab und arbeitet eng mit den Regierungen und Nichtregierungsorganisationen der Partnerländer zusammen. 18 Auslandsbüros sichern den direkten und kontinuierlichen Dialog mit den Partnern vor Ort und sorgen für einen effizienten Einsatz der Mittel. |
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