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Informationen zum Projekt welt.bilder
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Mit dem Projekt welt.bilder wird im Freiwilligenprogramm weltwärts mit ausgewählten Entsendeorganisationen ein Bildungs-, Lern- und Reflektionsprojekt realisiert. Sie finden hier Informationen zum Projekt, zu den Arbeitsprozessen, beteiligten Akteuren sowie zu den Ergebnissen. Als Ergebnisse von welt.bilder entstehen multifunktionale und multimediale Materialien für den schulischen und außerschulischen entwicklungspolitischen Bildungsbereich, die von den Freiwilligen, den Entsendeorganisationen und anderen Einrichtungen genutzt werden können. | Globales Lernen ganz praktisch
Globales Lernen zielt auf die Einsicht, die kulturelle Gebundenheit der eigenen Weltsicht zu begreifen und die Bereitschaft zu entwickeln, anderen Weltsichten und Anschauungsweisen mit Interesse und Achtung statt mit Angst und Abwehr zu begegnen. Es versteht sich als pädagogische Reaktion auf die Entwicklungstatsache zur Weltgesellschaft und reagiert auf die zunehmenden Herausforderungen, die sich aus der Globalisierung der Welt ergeben. Eine Folge davon ist, dass Kommunikation und Bildung über die Vermittlung globaler Zusammenhänge hinaus neue Zugänge zum Verstehen der Wirklichkeit, attraktive Möglichkeiten zur Veränderung und Gestaltung, Kreativität weckende Vermittlungsformen, reflektierte Selbst- und Fremdwahrnehmung und die Integration von ethischen Wertfragen beinhalten. Genau so wenig, wie Globalisierung eine einheitliche Welt hervorbringt, genau so wenig kann und soll Globales Lernen eine einheitliche Weltsicht vermitteln. Die gibt es nicht. Das macht Globales Lernen nicht immer einfach, aber spannend.Global meint in seiner doppelten Bedeutung „auf die ganze Erde bezogen“ und „umfassend“ zugleich. Themen und Inhalte Globalen Lernens erschließen sich erst in ganzheitlichen, interdisziplinären und multiperspektivischen Formen. Aus diesem Grund haben wir in welt.bilder die verschiedenen Module entwickelt. | welt.bilder: Die Filme im Kopf
Die Folgen und Wirkungen der Globalisierung betreffen nicht nur wirtschaftliche Prozesse auf dem Weltmarkt, sondern ebenso objektive und subjektive Veränderungen in Bezug auf Kommunikation, Technologie, Bildung, Sport und Alltagskultur. Durch weltweite Informationsvernetzung können Menschen sich mehr denn je als Teilnehmer einer globalisierten Welt fühlen. Es scheint, als hätte die Welt ihre Begrenzung verloren, alles scheint verfügbar, erreichbar, bekannt. Dennoch: auch wenn wir unseren Tisch hier mit Produkten aus der ganzen Welt decken, bedeutet dies nicht, dass wir einander besser verstehen oder die Erfahrungen von Menschen weltweit ähnlicher geworden seien. Im Gegenteil: die meisten Menschen empfinden, dass alles unübersichtlicher und komplexer geworden ist und reagieren gewissermaßen als Gegenreaktion mit Vereinfachungen und Fundamentalisierungen. Oft wird die umgebende Wirklichkeit so lange vereinfacht, bis sie wieder in das eigene Weltbild passt. Das Verstehen globaler Prozesse ist auch deswegen ein wichtiges Lernziel und muss Anschlussmöglichkeiten für die eigene Biographie ermöglichen. | Wissen macht nicht immer schlau
Alle aktuellen Bildungsberichte fordern, dass junge Menschen zukunftsorientierte Kompetenzen für ihre eigene Lebenswelt und ihre beruflichen und gesellschaftlichen Perspektiven erwerben sollen. Dazu gehören Weltoffenheit, Sprachkenntnisse, Verständnis fremder Kulturen und Mobilitätsfähigkeit. Diese „unerlässlichen Komplementärqualifikationen“ sollen zusätzlich zu fachlichen Kompetenzen wegen der zunehmenden internationalen Kooperationen vorhanden sein. Bildung spielt in diesem Kontext eine zentrale Rolle, es ist sinnvoll, Wissen und Erfahrungen aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen zu tragen und weiterzuentwickeln. Sowohl indigene Kulturen als auch industrialisierte Gesellschaften besitzen z.B. Methoden der Nachhaltigkeit – die können durch unsere Vermittlungsformen genau wahrgenommen, angewandt und dargestellt werden. Oder: Die Bedeutung und den Wert kultureller Vielfalt - ein Top Thema neben der Biodiversitätsdiskussion – kann nur verstehen, wer Offenheit für die globale kulturelle Vielfalt erfahren hat und den Umgang mit ihrer ambivalenten Rolle im globalen Wandel reflektieren kann. |
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