Volunteering und Freiwilligendienste weltweit

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Wer möchte nicht mal eine Auszeit nehmen und dabei auch noch etwas Sinnvolles für sich selbst und andere leisten? Ein internationaler Freiwilligendienst bietet motivierten Menschen auf der Grundlage ihrer freien Entscheidung die Möglichkeit, abseits von touristischen Pfaden Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Freiwillige lernen durch die gemeinnützige Mitarbeit in ökologischen, sozialen oder kulturellen Projekten nicht nur ein anderes Land und seine Menschen kennen, sondern erwerben auch Kompetenzen, die ihr zukünftiges berufliches, soziales und persönliches Leben positiv beeinflussen können. Im Unterschied zu speziellen Programmen wie z.B. Praktika oder Schüleraustausch sind internationale Freiwilligendienste keine berufs- oder ausbildungsbezogenen Lerndienste. Sehr wohl aber im Sinne des außerschulischen, lebenslangen Lernens. Internationale Freiwilligendienste stehen jenseits von Lohnarbeit, Zivildienst und traditionellem Ehrenamt.

In der Regel wird von einer nicht erwerbs- oder ausbildungsorientierten Vollzeittätigkeit ausgegangen. Im Unterschied zu Fachdiensten in der Entwicklungszusammenarbeit wird hier in den meisten Fällen keine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt. Im Vordergrund steht vielmehr die Motivation für ein soziales Engagement im Ausland.Die Einsätze werden bei einer Dienststelle, in einem Projekt oder Programm geleistet und die Freiwilligen werden dabei von der Entsendeorganisation betreut und pädagogisch begleitet.

Ein Freiwilligendienst ist ein Bildungsdienst und verbessert die Ausbildungs- und Erwerbschancen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben wichtige soziale und personale Kompetenzen, die als Schlüsselqualifikationen am Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. Freiwillige leisten damit einen wertvollen Beitrag für sich und für die Gesellschaft.

| Dienstarten

Je nach Anspruch und Möglichkeit kann zwischen verschiedenen Arten von internationalen Freiwilligendiensten gewählt werden. Es gibt gesetzlich nicht geregelte Dienste, bei denen für die Einsätze ein privatrechtlicher Vertrag zwischen den Freiwilligen und der Entsendeorganisation geschlossen wird. Geregelte, gesetzlich festgelegte Rahmenbedingungen oder Richtlinien gibt es dagegen z.B. für das Freiwillige Soziale- und Ökologische Jahr (FSJ/FÖJ), den Anderen Dienst im Ausland (ADiA) und den Europäischen Freiwilligendienst (EFD).

Die Trägerorganisationen entsenden in mittel- bis längerfristige Projekte innerhalb und außerhalb Europas und bieten häufig auch kurzfristige Einsatzmöglichkeiten z.B. im Rahmen von Workcamps an. Einige internationale Freiwilligendienste richten sich ausschließlich an junge Menschen, andere sind offen für Interessierte aller Altersklassen.

| Volunteering weltweit

Das World Volunteer Web ist eine Initiative der Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit den folgendne Organisatiionen:

  • CIVICUS: World Alliance for Citizen Participation
  • Inter-American Development Bank (IDB)
  • International Association for Volunteer Effort (IAVE)
  • International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies (IFRC)
  • Merrill Associates
  • Millennium Campaign
  • OneWorld.net
  • Portal do Voluntário

Das World Volunteer Web unterstützt die Freiwilligen-Community als internationale Informations- und Kommunikationsplattform, die auch für Kampagnen Events und zum Netzwerken genutzt werden kann. Hier können direkt von den Freiwilligen Informationen ausgetauscht und Aktivitäten mobilisiert werden. Mehr als 20.000 Organisationen sind im Netzwerk aktiv. Hier geht's zum World Volunteer Web.

| United Nations Volunteers (UNV)

UNV fördert freiwillige Einsätze als Entwicklungskonzept im Rahmen der weltweiten Solidarität, betreibt besonders basisorientierte Zusammenarbeit und ist zunehmend in den Bereichen humanitäre Hilfsprogramme, Friedenssicherung, Menschenrechte und Wahlen tätig. UNV stützt sich auf engagierte, berufserfahrene Freiwillige, die vor Ort oder Online (WorldVolunteerWeb) Arbeitszeit und Fachwissen in den Dienst der Entwicklung stellen. Etwa 70% der jährlich in etwa 140 Ländern arbeitenden ca. 5500 UNO-Freiwilligen stammen aus Entwicklungsländern.

Der Deutsche Entwicklungsdienst arbeitet mit den Vereinten Nationen im United Nations Volunteers Programme (UNV) zusammen. Die Projekte von UNV sind auf der ganzen Welt vertreten. Ca. 5.200 internationale Fachleute stehen als "Volunteers" derzeit bei UNV unter Vertrag. Sie arbeiten in Programmen von UN-Organisationen wie UNDP (United Nations Development Programme), UNHCR (Office of the High Commissioner for Refugees), UNCTAD (Global Programme on Globalisation, Liberalisation and Sustainable Human Development) und vielen anderen mehr.

Voraussetzungen für eine Mitarbeit sind:

  • Abgeschlossene Berufsausbildung bzw. Studium
  • Mindestens 5-jährige Berufserfahrung
  • Gute Sprachkenntnisse in Englisch, ggf. auch in Französisch, Spanisch oder Portugiesisch
  • Toleranz und Integrationsfähigkeit.

Ein Arbeitsvertrag wird grundsätzlich über 24 Monate geschlossen mit der Möglichkeit der Verlängerung. Im Falle eines Vertragsabschlusses zu den vom DED geförderten UNV-Stellen sind Sie Entwicklungshelfer im Sinne des deutschen Entwicklungshelfer-Gesetzes (EhfG). Sie erhalten neben den Leistungen von UNV eine soziale Absicherung nach geltenden Maßstäben.

Im Falle einer Bewerbung auf nicht vom DED ausgeschriebene UNV-Stellen gelten die internationalen Regelungen der Vereinten Nationen (Conditions of Service).

United Nations Premises
Hermann-Ehlers-Str. 10
53113 Bonn

Tel.: (0228) 8 15 - 20 00 | Fax: (0228) 8 15 - 20 01

Internet: www.unv.org

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