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VENRO: Verband entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen
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Entwicklungszusammenarbeit ist nicht allein Sache des Staates, obwohl die Bundesrepublik dafür schon seit Jahrzehnten ein eigenes Ministerium unterhält. Auch unzählige private Organisationen und Vereine haben sich in Deutschland der Unterstützung von Entwicklungsländern verschrieben. Die einen unterstützen Projekte vor Ort, die andern organisieren Kampagnen, um die deutsche Öffentlichkeit über Themen der Entwicklungspolitik zu informieren. Sie alle benötigen Geld, um ihre Ziele zu erreichen. Manche leben alleine von Spendengeldern, andere können auch auf öffentliche Zuschüsse zurückgreifen. Und alle fordern mehr Mittel für die staatliche Entwicklungszusammenarbeit. Unter dem Schlagwort PPP beteiligen sich seit 1999 auch Privatunternehmen an entwicklungspolitischen Projekten. | Kritische Begleitung staatlicher EntwicklungspolitikNeben der Arbeit in Entwicklungsländern und der Information der deutschen Öffentlichkeit, haben es sich einige NGOs zur Aufgabe gemacht, die Entwicklungspolitik der Regierung kritisch zu begleiten. Terre des hommes und die Welthungerhilfe geben beispielsweise seit 1993 jährlich Schattenberichte zur öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit heraus. Durch die dreizehn Berichte über „Die Wirklichkeit der Entwicklungszusammenarbeit “ zieht sich ein roter Faden. Die NGOs fordern von Jahr zu Jahr erneut, dass die Politik der Entwicklungszusammenarbeit insgesamt einen höheren Stellenwert zumisst. Immer wieder konterkarieren Vorhaben anderer Politikbereiche wie die der Außen- oder Wirtschaftspolitik entwicklungspolitische Maßnahmen. Ein zweiter Punkt sind die knappen Mittel. Möchte man Erfolge bei der Armutsbekämpfung erreichen, dann muss der Staat auch mehr Geld für die Entwicklungszusammenarbeit zu Verfügung stellen. | VENRO: Verband Entwicklungspolitik Deutscher NROsVENRO ist ein freiwilliger Zusammenschluss von rund 100 deutschen Nichtregierungsorganisationen (NRO), die bundesweit tätig sind. Lokale Initiativen werden im Verband durch die NRO-Landesnetzwerke repräsentiert, die ebenfalls VENRO-Mitglieder sind und etwa 2000 große, mittlere und kleine NRO vertreten. Die VENRO-Mitglieder sind private und kirchliche Träger der Entwicklungszusammenarbeit, der Nothilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Sie alle tragen im Rahmen ihrer jeweiligen spezifischen Aufgabenfelder zur Verwirklichung der Verbandsziele bei. Die VENRO-Mitglieder prägen in ihrer Vielfalt das Profil des Dachverbandes. Grundlage der Zusammenarbeit ist die Achtung der Autonomie der einzelnen Mitgliedsorganisationen. Entwicklungspolitische NRO sind ein wichtiger Bestandteil der Zivilgesellschaft. Sie erheben Einspruch und mischen sich ein, setzen auf Dialog und Kooperation. In den NRO bündeln sich das Verantwortungsbewusstsein und Engagement von Bürgerinnen und Bürgern – und dies in hohem Maße ehrenamtlich. VENRO ist Mitglied von CONCORD, dem europäischen Dachverband entwicklungspolitischer NRO und gehört dem internationalen Netzwerk „G7 NGO Platform Alliance“ an. In dem Netzwerk haben sich entwicklungspolitische Dachverbände der führenden sieben Industriestaaten zusammengeschlossen, um sich für mehr Engagement bei der weltweiten Armutsbekämpfung einzusetzen. Der Zusammenschluss soll ermöglichen, dass die NRO ihren Beitrag für mehr Gerechtigkeit in der Einen Welt verstärken und mit noch größerem Nachdruck für die Bekämpfung der Armut, die Verwirklichung der Menschenrechte und die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen eintreten. VENRO verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Entwicklungspolitik im Sinne des weltweiten Aktionsprogramms AGENDA 21. Das Programm wurde 1992 von 179 Staaten auf der „Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen“ (UNCED) in Rio de Janeiro (1992) beschlossen. Im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung wird ein Ausgleich zwischen Reich und Arm, den Geschlechtern und Generationen angestrebt. | Entwicklungspolitik als globale StrukturpolitikVENRO setzt sich für eine globale Strukturpolitik ein, die die Förderung von Projekten und Programmen in den Entwicklungsländern ergänzt. Um diese Ziele zu erreichen, sieht der Verband seine Hauptaufgaben darin:
| AGEZ: Der Dachverband in Österreich
Die AGEZ ist eine Plattform von 29 entwicklungspolitischen Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO). Sie wurde 1988 von zunächst zehn Organisationen gegründet, um die gemeinsamen Anliegen gegenüber der Öffentlichkeit und der Regierung besser vertreten zu können. 1991 hat sich die Initiative als Verein konstituiert. Die AGEZ finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen. Die Vollversammlung wählt den Vorstand, der für die Leitung des Vereins und seine Vertretung nach außen verantwortlich ist. Der AGEZ gehören Organisationen an,
In einigen Bundesländern haben sich ebenfalls entwicklungspolitische Organisationen zu einer regionalen AGEZ zusammengeschlossen, um auf Landesebene ihre Aktivitäten zu vertreten und zu koordinieren. |
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