Engagement für Entwicklung - die sieben Entwicklungsdienste Deutschlands

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Die Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste e.V. (AGdD) ist der Dachverband der sieben Entwicklungsdienste in Deutschland. Die Mitglieder der AGdD sind vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als "Träger des Entwicklungsdienstes"  anerkannt. Grundlage für die Arbeit der Entwicklungsdienste ist das Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG), das 1969 von der Bundesregierung verabschiedet wurde. Die Entwicklungsdienste setzen die in diesem Gesetz festgeschriebene Unterstützung und Förderung der Entsendung von berufserfahrenen Fachkräften in der Praxis um: Zusammen vermitteln sie jährlich mehr als 1.500 Entwicklungshelferinnen und -helfer in verschiedenste Partnerprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und in die Reformländer Osteuropas. Die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste e.V. ist beim Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. (AKLHÜ) in Bonn angesiedelt.

Ziel der Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD) ist es, zur internationalen Verständigung und zur entwicklungspolitischen Bewusstseinsbildung beizutragen. Als Dachverband gewährleistet die AGdD den Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedsorganisationen und deren Beratung. Außerdem vertritt sie gemeinsame Interessen in der Öffentlichkeit und ist in allen Fragen der Personalentsendung Ansprechpartnerin für Parlament, Regierung und Parteien. Das Förderungswerk für rückkehrende Fachkräfte der Entwicklungsdienste ist ein Geschäftsbereich der AGdD. Es hat den Auftrag, die berufliche Wiedereingliederung der Fachkräfte nach Rückkehr aus dem Entwicklungsdienst zu unterstützen. Geleistet werden eine individuelle Beratung, Seminare zur beruflichen Orientierung, Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche und Fortbildungsförderung.

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste sind die sieben, nach dem Entwicklungshelfer-Gesetz anerkannten Entwicklungsdienste:

  1. Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V. (AGEH)
  2. Christliche Fachkräfte International e.V. (CFI)
  3. Deutscher Entwicklungsdienst gGmbH (DED)
  4. Evangelischer Entwicklungsdienst e.V. (EED/DÜ)
  5. Forum Ziviler Friedensdienst e.V. (forumZFD)
  6. EIRENE - Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V.
  7. Weltfriedensdienst e.V. (WFD)

| Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V.

> Leitbild

> Im Mittelpunkt


> Jobs

> Freiwilligendienste

Die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe ist der Fachdienst der deutschen Katholiken für internationale Zusammenarbeit. Als staatlich anerkannter Personaldienst vermittelt die AGEH in Zusammenarbeit mit ihren Partnerorganisationen in aller Welt qualifizierte und aufgeschlossene Frauen und Männer als Fachkräfte in Projekte der Entwicklungszusammenarbeit kirchlicher Organisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika und in den Ländern Mittel- und Osteuropas.

| Das Leitbild der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V.

Die Realität und die Entwicklung der Einen Welt sind Ausgangspunkte unseres Handelns.
Wir wollen durch unsere Arbeit dazu beitragen, dass

  • das Leben in der Einen Welt für alle Menschen in Würde und voller Entfaltung möglich wird,
  • Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in wachsendem Maße verwirklicht werden,
  • die Armen als Träger und Gestalter ihrer eigenen Entwicklung und der ihrer Gemeinschaft eigenverantwortlich handeln können.
  • Unsere Arbeit zielt darauf, einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen im Süden und Osten zu leisten, indem wir
  • Partner in Übersee und in den Reformländern des Ostens dabei unterstützen, ihre Anliegen dort, wo es nötig ist, durch personelle Entwicklungszusammenarbeit zu ergänzen,
  • die Kooperationspartner bei der Verwirklichung ihrer Aufgaben qualifiziert unterstützen,
  • Menschen eine Chance geben, sich als Christinnen und Christen in Entwicklungsvorhaben für eine gerechte und friedliche Welt zu engagieren und
  • durch Zusammenarbeit mit Partnern auf der einen Seite und durch Auswahl, Fortbildung, Begleitung der Fachkräfte auf der anderen Seite für das Gelingen ihrer Arbeit Sorge tragen.

| Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen Menschen

Unsere Motivation gründet sich auf unseren christlichen Glauben. Alle Menschen haben unabhängig von ihrer Kultur und Religion ihre unverlierbare Würde und eigene Identität und ihre Gemeinschaften Anspruch auf Achtung und friedliche Existenz. Dies ist gleichzeitig Bekenntnis und Auftrag für unsere Arbeit. Die von der Deutschen Kommission Justitia et Pax herausgegebene Schrift für die kirchliche Entwicklungszusammenarbeit "Gerechtigkeit für alle" dient dabei unserem Handeln als Orientierung. Innerhalb der katholischen Entwicklungszusammenarbeit sind wir die zentrale staatlich anerkannte Fachstelle für personelle Zusammenarbeit. Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle sehen wir unser Tun in enger Verbindung mit den Aufgaben der Fachkräfte im Entwicklungsdienst. Wir vermitteln beruflich qualifizierte und persönlich geeignete Fachkräfte auf der Grundlage des Entwicklungshelfer-Gesetzes. Wir sind verantwortlich für deren Auswahl, Fortbildung und Begleitung.

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| Christliche Fachkräfte International e.V.

> Ziele


> Jobs

Christliche Fachkräfte International e.V. vermittelt Fachleute, die weltweit einheimische evangelische Kirchen und christliche Organisationen in ihrem Dienst unterstützen. Schwerpunkt ist die Förderung und Ausbildung einheimischer Mitarbeiter. Gesucht werden engagierte Christen mit qualifizierter Fachausbildung und Berufserfahrung. Einsatzorte sind Projekte der nationalen Kirchen in den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheitsdienst, technische und handwerkliche Ausbildung, Beratung, Bildung, etc. Gefragt sind Handwerksmeister, Dipl.-Ingenieure, medizinische und pädagogische Fachkräfte etc. Jeder Bewerber soll von einem Freundeskreis begleitet werden.

| Die Ziele der Christlichen Fachkräfte International

Bedrängte Christen stärken - Hunger und Armut, Bürgerkrieg und Wirtschaftskrisen haben in vielen Gebieten der Erde eine ausweglose Lage geschaffen. Durch Entsendung von qualifizierten Helfern wollen wir bedrängte Christen ermutigen, im Glauben Neues zu wagen und mitten im Elend Zeichen der Hoffnung zu setzen.

Denen helfen, denen sonst niemand hilft - Wir bauen eine Brücke zu vielen evangelischen Kirchen in der 3. Welt (mit evangelikaler Prägung), die durch die bestehenden Dienste in Deutschland nicht unterstützt werden.

Hilfe zur Selbsthilfe - Durch die Vermittlung von Fachkräften unterstützen wir die bestehenden Programme einheimischer Kirchen, Hilfswerke und Einrichtungen, damit sie wirkungsvoll arbeiten können.

Eigenständigkeit fördern - In mehrjährigem Einsatz beraten und schulen unsere Fachkräfte einheimische Leiter und Mitarbeiter. Sobald als möglich, sollen Programme von den Einheimischen in Eigenverantwortung weitergeführt werden.

Gemeinschaft leben - In partnerschaftlicher Zusammenarbeit soll im Alltag der biblische Glauben gelebt werden.

Wort und Tat - Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Programme zur Armutsbekämpfung, diakonische Programme sowie die Förderung des kirchlichen Lebens bilden eine Einheit.

Freunde begleiten - Im biblischen Sendungsverständnis soll die Fachkraft von einer Gemeinde und einem Freundeskreis unterstützt und begleitet werden.

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| Deutscher Entwicklungsdienst gGmbH

> Mehr Infos


> Jobs

Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) ist einer der führenden europäischen Personalentsendedienste. Er wurde 1963 gegründet: Seither haben sich über 15.000 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer dafür eingesetzt, die Lebensbedingungen von Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika zu verbessern. Gegenwärtig sind rund 1.000 Fachkräfte in 45 Ländern tätig. Sie treten für eine Minderung der Armut, selbstbestimmte nachhaltige Entwicklung und den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ein. Über die Personalentsendung im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit hinaus bietet der Deutsche Entwicklungsdienst auch Serviceleistungen für internationale Auftraggeber an.

Der DED ist anerkannter Träger des Entwicklungsdienstes im Sinne des § 2 Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG). Er stellt gemäß Gesellschaftervertrag in Entwicklungsländern berufserfahrene Fachkräfte zur Mitarbeit in ihren Programmen und Projekten im staatlichen und privaten Bereich zur Verfügung; er fördert die Arbeit entwicklungsrelevanter Organisationen in Entwicklungsländern durch fachliche Beratung und den Aufbau lokaler Selbsthilfegruppen, und er führt Aufgaben des Zivilen Friedensdienstes durch; er organisiert die Entsendung von deutschen Entwicklungshelfern für den Freiwilligen Dienst der Vereinten Nationen (UNV).

Die Entwicklungshelfer werden für eine Tätigkeitsdauer von zwei bis sechs Jahren (zuzüglich Vorbereitungszeit) angeworben. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung in dem angeforderten Beruf sowie zwei Jahre Berufserfahrung. Durch diese hohen Anforderungen - verglichen mit Freiwilligendiensten wie dem US-amerikanischen Peace Corps - arbeitet der DED durchweg mit qualifiziertem Personal. Seitens des DED wird großer Wert auf angemessenes, integratives Verhalten im Gastland sowie nach der Rückkehr auf ein Engagement in der Entwicklungspolitik gelegt. Ein kleiner Teil der Entwicklungshelfer leistet Entwicklungsdienst nach § 22 EhfG an Stelle von Wehr- oder Zivildienst ab. Die Mindestdauer für diesen Ersatzdienst beträgt zwei Jahre zuzüglich Vorbereitungszeit.

Mehr Informationen gibt es hier.

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| Evangelischer Entwicklungsdienst

> Grundorientierung

> Partner


> Personal

Der Evangelische Entwicklungsdienst e.V. (EED) ist ein Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland. Jedes Jahr fördert er etwa 300 Projekte und Programme in Afrika, Asien und Lateinamerika, in Ozeanien, Südosteuropa und im Kaukasus. Der EED berät seine Partner und unterstützt sie finanziell. Er vermittelt deutsche Fachleute in Projekte nach Übersee und vergibt Stipendien an Nachwuchskräfte aus Partnerländern. Die Partner des EED sind Kirchen, christliche Organisationen und nichtkirchliche Träger. Mit ihnen gemeinsam arbeitet der EED weltweit für ein Leben in Würde. Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sind seine Leitbilder. Entwicklung in Partnerschaft ist ein Kernelement seiner Arbeit.

In Deutschland unterstützt der EED die entwicklungspolitische Bildungsarbeit von 500 Gruppen und Gemeinden. Er gibt Zuschüsse zu Seminaren und Studienreisen, zu Kampagnen, Recherchen und Informationsmaterial. Mit seiner Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit trägt der EED entwicklungspolitische Anliegen in Kirche und Gesellschaft. Der EED e.V. wurde 1999 gegründet. Als Entwicklungsdienst der Kirchen verfolgt er gemeinnützige, kirchliche Zwecke. Der Verein hat seinen Sitz in Bonn.

| Die Grundorientierung des EED

ie Arbeit des EED gründet in dem Glauben, der die Welt als Gottes Schöpfung bezeugt, in der Liebe, die gerade in dem entrechteten und armen Nächsten ihrem Herrn begegnet und in der Hoffnung, die in der Erwartung einer von Gott getragenen gerechteren Welt handelt.
Der EED versteht Entwicklung als einen Prozess der Befreiung von Hunger, Armut, Krankheit, von ungerechten Machtstrukturen, die Menschen in ihrer Würde und ihrem Recht verletzen und ihnen die Kontrolle über lebensnotwendige Ressourcen verwehren.
Der EED beteiligt sich an einem fortgesetzten Prozess, in dem konkrete Entwicklungsperspektiven für Süd und Nord immer wieder neu formuliert werden, die den Rahmen für die internationale Zusammenarbeit, die politische Öffentlichkeitsarbeit und die Lobbyarbeit des EED bilden.

Der EED ist Teil der Ökumene; er handelt im ökumenischen Verbund der Kirchen in Deutschland, der Partnerkirchen weltweit und der ökumenischen Hilfswerke sowie in Zusammenarbeit mit anderen Bündnispartnern innerhalb und außerhalb der Kirchen. Der EED achtet in seiner Arbeit andere Kulturen und andere Religionen. Er unterstützt eine eigenständige und kulturell spezifische Entwicklung und bemüht sich um das Gespräch und die Zusammenarbeit mit anderen Religionen.

Der EED will mit seiner Arbeit beitragen zur Minderung von Armut, Hunger und Not, zum Aufbau gerechter Gesellschaften, zur gewaltfreien Lösung von Konflikten, zum bewahrenden Umgang mit der Schöpfung und zur Überwindung der ungerechten Folgen der Globalisierung.

Insbesondere zielt die Arbeit des EED darauf,

  • arme, benachteiligte und unterdrückte Menschen zu befähigen, aus eigener Kraft und in eigener Verantwortung ihre Lebenssituation zu verbessern;
  • die Teilhabe aller Menschen an Entscheidungsprozessen durch den Aufbau der Zivilgesellschaft zu ermöglichen;
  • die politischen, bürgerlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte durchzusetzen;
  • gleiche Lebenschancen für Frauen und Männer zu fördern und die bestehenden Ungerechtigkeiten im Verhältnis der Geschlechter zu beseitigen;
  • den Frieden und die Überwindung von Gewalt zu fördern;
  • die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten, traditionelles Wissen zu schützen und die Ernährungsgrundlagen und den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu sichern;
  • in der eigenen Gesellschaft globale Zusammenhänge und wechselseitige Abhängigkeiten bewusst zu machen, das Umdenken zu fördern, eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und politische Veränderungen durchzusetzen.

| Partner und Projekte

Überall auf der Welt engagieren sich Männer und Frauen für eine gerechte Gesellschaft. Der EED reagiert auf dieses Engagement. In vielen Ländern fördert er Projekte, deren Ziel die Überwindung von Armut ist.

Das Ressort Internationale Programme fördert die Entwicklungsarbeit von Partnern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Die meisten von ihnen kommen aus dem kirchlichen Umfeld - oder sind weltliche Nichtregierungsorganisationen. Gemeinsame Werte und Visionen verbinden den EED und seine Partner. Ihre Programme verantworten die Organisationen selbst, denn der EED führt keine eigenen Projekte durch. Transparenz, Verantwortung, Vertrauen und Respekt: Das sind die Grundlagen der Kooperation. Gemeinsam bemühen sich der EED und seine Partner, die Beziehungen weiterzuentwickeln. Ziel ist, die Abhängigkeit derPartner zu verringern. Mit vielen Organisationen arbeitet der EED langfristig zusammen.

Der EED fördert seine Partner

  • finanziell
  • durch Mitarbeit von Fachkräften
  • durch Beratung
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| Forum Ziviler Friedensdienst

> Was ist ZFD?

> Mitmachen


> Jobs

Ziel des forumZFD ist es, den Zivilen Friedensdienst als Instrument weltweiter Friedenssicherung zu verbreiten; und zwar nicht nur in internationalen Konfliktregionen, sondern auch in Deutschland. Das forumZFD setzt sich auf zivilgesellschaftlicher Ebene national und international für ein friedliches Zusammenleben in der globalisierten Welt ein. Dazu fördert es eine aktive, gewaltfreie Konfliktbearbeitung durch Dialog, Vermittlung und Versöhnung.

Gemäß dem Grundgedanken "Frieden braucht Fachleute" bildet das forumZFD Menschen zu Friedensfachkräften aus, die von ihm selbst sowie von zahlreichen weiteren Organisationen zu langfristigen Einsätzen in Krisenregionen weltweit entsandt werden. Das forumZFD ist derzeit in 15 Projekten in Palästina & Israel, auf dem westlichen Balkan und in Deutschland tätig. Die Projekte werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, der Europäischen Union und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert.

| Was ist eigentlich...

... Ziviler Friedensdienst?
Ziviler Friedensdienst ist eine besondere Art von Friedensarbeit. Lebens- und berufserfahrene Männer und Frauen arbeiten in Konfliktregionen, um dort auf Wunsch lokaler Partner zur Überwindung von Feindschaft beizutragen und friedensfördernde Strukturen aufzubauen. Um dies leisten zu können, werden Friedensfachkräfte speziell in Methoden der Konfliktbearbeitung ausgebildet.

... das Ziel des Zivilen Friedensdienstes?
Wir wollen sowohl Gewalt vermeidend als auch Gewalt mindernd auf Konflikte einwirken. Wir wollen die Kooperationsbereitschaft von Menschen erhöhen und sie ermutigen, in Konfliktsituationen gewaltfrei für ihre Rechte und die Rechte anderer einzutreten. Bei diesem Prozess stehen unsere Fachkräfte den Menschen beratend zur Seite.

Wir unterstützen:

  • den Aufbau von Dialogstrukturen über Konfliktlinien hinweg.
  • die Schaffung von Anlaufstellen und gesicherten Räumen, damit sich Konfliktparteien tatsächlich begegnen.
  • das Verständnis darüber, wie gewaltsame Konflikte entstehen und welche Auswirkungen sie haben.
  • die Reintegration von Flüchtlingen, aber auch von Ex-Kombattanten, denn diese sind von Gewalt besonders betroffen.
  • Trainingsmaßnahmen zu Instrumenten ziviler Konfliktbearbeitung.
  • den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen.

| Mitnachen!

Dazu gibt es viele Möglichkeiten:

  • Mitarbeit bei einer unserer Regionalgruppen.
  • Einbringen spezieller Kontakte, z. B. zu Gewerkschaften, Parteien, anderen Friedensorganisationen und kirchlichen Institutionen und Gruppen.
  • Mitarbeit bei einem unserer Friedensläufe oder sogar die Organisation eines solchen Laufes.
  • Betreuung und Begleitung der Ausstellung „Frieden braucht Fachleute“ Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter.
  • Ein Praktikum in unserer Geschäftsstelle in Bonn.
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| EIRENE - Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V.

> Das Spezifische

> Aktiv werden


> Jobs

"EIRENE" ist griechisch und heißt Frieden. EIRENE ist ein ökumenischer, internationaler Friedens- und Entwicklungsdienst, der als gemeinnütziger Verein in Deutschland, als Träger des Entwicklungsdienstes und des sogenannten "Anderen Dienstes im Ausland" (anstelle des Zivildienstes in Deutschland) anerkannt ist.

1957 wurde EIRENE von Christen verschiedener Konfessionen gegründet, die sich der Idee der Gewaltfreiheit verpflichtet fühlten und ein Zeichen gegen die Wiederaufrüstung und für das friedliche Zusammenleben setzen wollten. Zu den Gründern gehören die historischen Friedenskirchen der Mennoniten und der Church of the Brethren ("Brüderkirche"), die noch heute mit dem Versöhnungsbund und den EIRENE-Zweigen in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden zu den EIRENE-Mitgliedern zählen.

| Das Spezifische an EIRENE

  • Reduziertes Einheitsgehalt
  • Konsensprinzip in der Entscheidungsfindung
  • Verbindung von Kontemplation und Aktion, auch im Büroalltag

Wir sind der festen Überzeugung, dass ohne die Umkehr vieler Menschen im persönlichen Lebensstil die notwendigen strukturellen Änderungen politisch nicht erreicht werden können.Die EIRENE-Mitbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle von Neuwied haben sich deshalb entschlossen, ihre Löhne einheitlich zu begrenzen, als Zeichen der Bereitschaft zum Teilen und als Zeichen der Glaubwürdigkeit gegenüber unseren Partnern in der südlichen Erdhälfte. Alle Mitarbeiterinnen erhalten ein Gehalt angelehnt an BAT Va mit Sonderregelungen für Familien, um soziale Härten auszugleichen. Diese einheitliche und selbstbestimmte Gehaltsbegrenzung soll auch dokumentieren, dass Lebensqualität nicht allein durch materielle Werte definiert wird.

So gilt in unserer Arbeitsstruktur das Konsensprinzip: Auch Minderheitenvoten werden bei der Entscheidungsfindung ernst genommen. Solidarisches Miteinander und gegenseitige Offenheit kennzeichnen die Arbeitsatmosphäre.

Engagement wächst aus innerer Kraft. Deshalb besteht im Büroalltag und bei EIRENE-Treffen das Angebot, gemeinsam zu meditieren oder zu beten, ohne dass jemand dabei vereinnahmt wird. Auch Nichtchristen sind bei uns willkommen.

| Aktiv werden

EIRENE ist mehr als eine Organisation für Auslandsdienste. Die Erfahrungen der Freiwilligen fordern uns zu einem Engagement auch im Inland heraus. Wir machen die Erfahrung, dass immer mehr Menschen sich alleine ohnmächtig fühlen und nach Orten suchen, wo sie beginnen können, sich und die Gesellschaft zu verändern.

EIRENE-Mitglieder, UnterstützerInnen und RückkehrerInnen treffen sich in Foren (örtliche Gruppen), Kommissionen, Arbeitskreisen, bei Seminaren und Festen. Charakteristisch für EIRENE ist dabei der Austausch gemeinsamer Erfahrungen sowie die Bereitschaft, sich mit folgenden Bereichen auseinanderzusetzen:

  • die Suche nach einem Ort in der Gesellschaft, der den eigenen Fähigkeiten und der persönlichen Art entspricht,
  • das gemeinsame Teilen von täglicher Arbeit (wie Job-sharing, Kochen, Putzen, Kinderbetreuung) und Geld (Gehaltsbegrenzung),
  • die Unterstützung von Projekten und Freiwilligen (Spenden),
  • das Ändern des Lebensstils (Benutzen von weniger umweltschädlichen Verkehrsmitteln, Vermeiden bzw. Recycling von Abfällen, kritisches Konsumbewußtsein),
  • gemeinsames Feiern, Betroffensein, Schweigen, Meditieren, Beten,
  • gemeinsames Lernen (Nachdenken über politische Zusammenhänge und Suche nach Handlungsmöglichkeiten), Teilnahme an gewaltfreien Aktionen (Fasten, ziviler Ungehorsam).

Die Solidarität mit dem Ausland fordert uns zu einem Engagement im Inland heraus.

Da unsere Kräfte, unsere finanziellen Mittel und unsere Zeit beschränkt sind, suchen wir die Vernetzung mit anderen Organisationen und Gruppen, die gleiche Ziele verfolgen. Alleine können wir bei EIRENE nur wenig bewirken. Wir verstehen uns aber als Band zwischen Gruppen, die Dom Helder Camara als "abrahamitische Minderheiten" bezeichnet: Gruppen, die wie Abraham mit seiner Familie aus einem von Ungerechtigkeit gekennzeichneten Ursprungsland in das "verheißene Land" aufbrechen, ohne den Weg von vorneherein zu kennen. Doch auf dem Weg kann das Ziel bereits erfahrbar werden.

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| Weltfriendensdienst e.V.

> Über den WFD

> Engagement


> Jobs

Seit seiner Gründung unterstützt der Weltfriedensdienst Initiativen und Projekte in den Ländern des Südens, in denen Menschen aktiv und selbstbestimmt an der Verbesserung ihrer Lebens- und Umweltbedingungen arbeiten. Der Weltfriedensdienst versteht seine Arbeit als Engagement gegen die extrem ungleiche Verteilung von gesellschaftlichem Reichtum, die maßgeblich durch ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen verursacht wird.

| Über den Weltfriedensdienst

Im Einklang mit anderen Organisationen und Initiativen im Süden und Norden treten wir ein für soziale Gerechtigkeit, die Einhaltung und Verwirklichung der Menschenrechte, die gleichberechtigte Förderung von Frauen und Männern in Entwicklungsprozessen sowie für eine ressourcenschonende, nachhaltige (Land-)Bewirtschaftung.

Der Weltfriedensdienst ist davon überzeugt, dass sowohl im Süden wie auch im Norden Veränderungen notwendig sind, um größere Gerechtigkeit zu erreichen. Daher engagiert sich der Weltfriedensdienst in entwicklungspolitischer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um größeres Verständnis für die Belange der Menschen im Süden zu erreichen.

Eine gleichberechtigte Zusammenarbeit mit den Partnern im Süden ist dem Weltfriedensdienst ein besonderes Anliegen. Partnerschaftlichkeit wächst in der konkreten Arbeit und setzt Respekt und Anerkennung voraus. Damit Partnerschaft gelingen kann, ist es wichtig, dass sich Partner einander öffnen und sich in einem konstruktiven Dialog über ihre jeweiligen Ziele und Interessen verständigen.

Der Weltfriedensdienst setzt in allen Arbeitsbereichen auf größtmögliche Transparenz. Dies betrifft nicht nur die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern im Süden und Norden, sondern auch vereinsinterne Entscheidungsstrukturen.

| Ehrenamtliches Engagement

Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, sind beim Weltfriedensdienst jederzeit willkommen. Ohne das freiwillige Engagement vieler Freunde und Förderer wäre die vielseitige Arbeit mittlerweile kaum noch zu bewältigen.

Wer sich beim Weltfriedensdienst engagieren will, hat dazu viele Möglichkeiten:

  • Bei der Betreuung unserer Informationsstände.
  • Beim Übersetzen kürzerer Texte in Englisch, Französisch oder Portugiesisch.
  • Bei gelegentlichen Versandaktionen, z.B. beim Eintüten von Rundschreiben.
  • StudentInnen und HochschulabsolventInnen können unsere Auslands-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen eines Praktikums unterstützen.

Ehrenamtlich arbeiten auch unsere Peace-Scout-Teamer, die selbständig ein Multiplikatorenprogramm mit SchülerInnen durchführen.

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