Niebel: Entwicklungspolitik vertritt auch Interessen deutscher Unternehmen

Entwicklungsminister Dirk NiebelWas kann und soll Entwicklungspolitik leisten? Wie lässt sich Hilfe und Unterstützung für so genannte Transformations- und Entwicklungsländer in Deutschland legitimieren? Wollen wir wirklich nur "helfen", oder stehen vielmehr knallharte Wirtschaftsinteressen hinter den Milliardentöpfen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, die vor allem den eigenen wirtschaftlichen Interessen dienen soll? Letzteres muss sich seit seiner Amtsübernahme vor neun Monaten immer wieder Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) vorwerfen lassen.

Kritik an Entwicklungsminister Niebel: Wieczorek-Zeul im Interview

Heidemarie Wieczorek-Zeul / Quelle: wikipedia.orgHeidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat in ihrer Zeit als Entwicklungsministerin einige Koalitionen überstanden: Ihr Ressort leitete sie sowohl unter einer rot-grünen Regierung, als auch in der großen Koalition zwischen CDU und SPD mit harter Hand. 2009 war mit dem schwarz-gelben Regierungswechsel auch für sie Schluss. Nun kritisiert Wieczorek-Zeul erstmals seit ihrem Abgang als Entwicklungsministerin öffentlich die Politik ihres Nachfolgers Dirk Niebel (FDP).

Afghanistan: Zwischen Krieg und Wiederaufbau

Flagge AfghanistansAfghanistan: Seit acht Jahren tobt in dem asiatischen Land ein nicht enden wollender Bürgerkrieg. Der Militärschlag der US-Amerikaner und ihrer Verbündeten gegen das Taliban-Regime demonstrierte zwar militärische Überlegenheit, für Frieden sorgte er jedoch nicht. Im Gegenteil: 2010 ist das Land am Hindukusch teilweise gefährlicher als zuvor. Und das bekommen auch die Soldaten der Bundeswehr zu spüren. Ab morgen wird in Afghanistan erneut über Frieden, Sicherheit und Entwicklung beraten - auf der "Kabuler Konferenz zur Zukunft Afghanistans".

SPD-Fraktion: Ausbau der Jugendfreiwilligendienste gefordert

Zeichen des Deutschen BundestagesDie Zukunft der Wehrpflicht ist ungewiss, doch nicht nur die. Mit den Neuerungen beim Grundwehrdienstgehen Veränderungen auch bei den anderen Formen des Freiwilligendienstes einher. Dazu gehören das Freiwillige Soziale Jahr, das Freiwillige Ökologische Jahr oder der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts". Die SPD-Fraktion hat vor der Sommerpause die Bundesregierung nun dazu aufgefordert, einen Gesetzentwurf zum Status der Jugendfreiwilligendienste vorzulegen.

BMZ-Etat 2011: Nullrunde bei Armutsbekämpfung

Geldscheine / Quelle: wikipedia.deDie schwarz-gelbe Bundesregierung hat am Mittwoch den Bundeshaushalt für 2011 auf den Weg gebracht. Das Bundeskabinett billigte den Entwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble für das nächste Jahr und den langfristigen Finanzplan bis 2014. Für das Entwicklungsministerium bedeutet das: weder Gewinn, noch Einsparungen, aber eine Nullrunde. Der Etat für 2011 wird auf Vorjahresniveau eingefroren und Deutschland verabschieded sich leise von seinen internationalen Verpflichtungen.

Reform: GTZ setzt sich durch

Logo des BMZEine "Strukturreform für mehr Wirksamkeit in der Technischen Zusammenarbeit" hatte sich Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) bereits zu seinem Amtsantritt im letzten Jahr auf die Fahnen geschrieben. Heute wurden weitere Details bekannt, wie die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zukünftig aussehen soll. Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) und die Internationale Weiterbildung und Entwicklung (InWEnt) sollen zum 1. Januar 2011 fusionieren - und zwar unter dem rechlichen Dach der GTZ.

Konferenz für Rückkehrer_innen: "undjetzt?" geht in die zweite Runde

Logo der Konferenz / undjetzt?-KonferenzBald ist es wieder so weit: Vom 8. bis 14. August werden sich 300 ehemalige Freiwillige auf dem Campus der Uni Witten-Herdecke zur zweiten undjetzt?-Konferenz zusammenfinden. Junge Freiwillige und entwicklungspolitisch interessierte können sich in dieser Woche mit anderen jungen Menschen zusammenkommen, sich vernetzen, weiterbilden und jede eine Menge Spaß zu haben.  Auf dem Programm stehen verschiedendste Workshops zu Themen wie "China in Afrika", "Grenzpolitik der EU", "Teambuilding", "Social Business", "Streetart"... Außerdem wird es Vorträge geben, u.a.

Youth Future Projekt! - Jugendkonferenz im September

Logo der Konferenz / youth future projectZum Anlass des 30-jährigen Jubiläums des Right Livelihood Award  ("Alternativer Nobelpreis") werden mit seinen Preisträger_innen eine Gruppe herausragender und facettenreicher Wissenschaftler_innen, Aktivist_innen und Meinungsführer_innen vom 14. - 19. September 2010 nach Bonn kommen. Parallel dazu findet eine Jugendkonferenz statt, für die man sich hier anmelden kann.

Jetzt bewerben: ENSA fördert entwicklungspolitischen Schulaustausch

Seit dem 1. Juni 2010 ist es wieder so weit: Vertreter_innen von Schulpartnerschaften mit Schulen in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa können sich für eine finanzielle und inhaltliche Förderung durch das ENSA-Programm bewerben. Schulen, die mit engagierten Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeiten, werden bevorzugt berücksichtigt.

Menschenrechte für Entwicklung: Sommerakademie für Jugendliche

Das Entwicklungspoltische Bildungs- und Informationszentrum Berlin (EPIZ) und die GTZ veranstalten auch dieses Jahr im August wieder eine dreitägige Sommerakademie. Das diesjährige Thema lautet: "Gleiches Recht für alle? Die Bedeutung der Menschenrechte für Entwicklung". Worum es dabei geht, erfährst du hier.

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