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Reform: GTZ setzt sich durch
Eine "Strukturreform für mehr Wirksamkeit in der Technischen Zusammenarbeit" hatte sich Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) bereits zu seinem Amtsantritt im letzten Jahr auf die Fahnen geschrieben. Heute wurden weitere Details bekannt, wie die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zukünftig aussehen soll. Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) und die Internationale Weiterbildung und Entwicklung (InWEnt) sollen zum 1. Januar 2011 fusionieren - und zwar unter dem rechlichen Dach der GTZ.
Einen Namen für die neu entstehende Organisation gibt es auch schon: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (DGIZ) soll sie heißen - die neue Entwicklungsagentur mit dann 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit. So beschloss es heute das schwarz-gelbe Bundeskabinett und ordnet so die deutsche Entwicklungszusammenarbeit völlig neu, zumindest organisatorisch. Einsparungen in Millionenhöhe erhofft sich Niebel durch den Wegfall von Doppelstrukturen.
Inwieweit auch inhaltliche Veränderungen mit der Reform einher gehen werden, ist bislang unklar. Klar scheint nur: Mit der de facto Eingliederung von InWEnt und DED in die unternehmerisch arbeitende GTZ wird es zukünftig eine stärkere Orientierung nicht an den Interessen der Entwicklungsländer, sondern vielmehr an denen der Geber und vor allem der deutschen Wirtschaft geben. Damit ist die Entwicklungspolitik der Bundesrepublik auf dem besten Wege, sich zu einer reinen Außenwirtschaftspolitik zurück zu entwickeln, Abhängigkeiten zu verfestigen und international vereinbarte entwicklungspolitische Ziele wie die Millenium Development Goals (MDG's) in den Hintergrund geraten zu lassen.
Immerhin: Die Fusion birgt auch Positives. Arbeiten heute die verschiedenen Organisationen oft noch nebeneinander her, wird es in Zukunft einen eindeutigen Ansprechpartner für entwicklungspolitische Vorhaben geben.

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