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weltwärts-Freiwillige: Engagement in Deutschland
Das Bundesentwicklungsministerium will in Zukunft die Arbeit von zurückgekehrten weltwärts-Freiwilligen in Deutschland besser unterstützen und stellt dazu auch mehr Geld zur Verfügung. Das jedenfalls geht aus einer aktuellen Meldung des Ministeriums hervor. Mehr als 1.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes weltwärts sind inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt und möchten hier ihr Engagement fortsetzen. Und seitens des BMZ heißt es:
"Dazu schafft das Bundesentwicklungsministerium ihnen jetzt die Möglichkeit: Um besondere Initiativen und Projekte der Freiwilligen nach ihrer Rückkehr zu stärken – sei es die Gründung eines Vereins, die Organisation einer Fotoausstellung oder Vorträge an der alten Schule – stellt das Bundesentwicklungsministerium ab sofort über das Projekt "weltwärts und danach" Mittel in Höhe von einer Millionen Euro pro Jahr bereit, die zusätzlich zu der Finanzierung der Freiwilligendienste vergeben werden.
Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul traf heute in Berlin weltwärts-Freiwillige, die sich nach ihrem Freiwilligendienst auch in Deutschland engagieren. So hat zum Beispiel eine Freiwillige der deutsch-indischen Zusammenarbeit nach ihrer Rückkehr einen Zweigverein der deutsch-indischen Zusammenarbeit in Berlin gegründet und betreibt darüber entwicklungspolitische Bildungsarbeit.
Wieczorek-Zeul sagte: "weltwärts eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven auf die Welt und auf sich selbst, die Freiwilligen kehren mit Mut, Hoffnung und dem Wunsch zurück, etwas in der Welt bewegen zu können. So vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten bei weltwärts sind auch die Möglichkeiten, sich nach der Rückkehr zu engagieren. Und dieses Engagement wollen wir unterstützen. Das Motto für die Freiwilligen heißt: einmal weltwärts und zurück – weltwärts denken in Deutschland."
Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts" richtet sich an junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren, die nach der Schule oder Ausbildung für 6 bis 24 Monate in Projekten in Entwicklungsländern mitarbeiten wollen. Für den Auslandseinsatz erhalten die entsendenden Organisationen 580 Euro pro Person und Monat vom Bundesentwicklungsministerium. Mit diesem Zuschuss werden Unterkunft und Verpflegung, Reisekosten, die fachlich-pädagogische Begleitung vor Ort, Versicherung und ein Taschengeld finanziert. Für die Freiwilligen bleibt das Programm im Wesentlichen kostenlos, so dass auch junge Menschen aus einkommensschwächeren Familien teilnehmen können.
Das Programm des Bundesentwicklungsministeriums hat großen Anklang gefunden. Es beteiligen sich inzwischen mehr als 200 Entsendeorganisationen, die 5.000 anerkannte weltwärts-Einsatzplätze in über 70 Ländern anbieten. 62 Prozent der weltwärts-Freiwilligen sind junge Frauen. Bis zum Ende des Jahres werden voraussichtlich 7.000 weltwärts-Freiwillige ausgereist sein."

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