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NRO sehen Verbesserungsbedarf beim weltwärts-Programm
Berlin (epo.de). - Ein Jahr lang "lernen, helfen und Verantwortung übernehmen" ist die Devise. Und die ersten Heimkehrer des weltwärts-Programms schilderten ihre Erlebnisse als Volunteers Mitte Dezember 2008 anlässlich der Pressekonferenz im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) noch überwiegend rosig. Auch Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und der damals zuständige BMZ-Referatsleiter Hans-Peter Bauer schwärmten von den Möglichkeiten für junge Menschen, durch das mit 70 Millionen Euro gut ausgestattete Freiwilligen-Projekt interkulturelle Kompetenz zu erwerben (epo.de berichtete). Jetzt kamen bei einer Podiumsdiskussion im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte auch Partnerorganisationen aus Gastgeberländern zu Wort. Und in deren Augen gibt es beim Freiwilligenprojekt des BMZ noch einiges zu verbessern.
Auch die Partnerorganisationen in Übersee bestätigen die interkulturelle Wirkung von weltwärts. Bezüglich des entwicklungspolitischen Effekts fällt die Bilanz hingegen sehr durchwachsen aus. Nicht wenige der Freiwilligen wiesen zwar "viel Motivation", aber "keine Kenntnisse" auf, die in den entsprechenden Projekten vor Ort einsetzbar wären, lautete der Tenor der Kritik. Dazu kommen organisatorische Überraschungen. Ein Beispiel: In vielen der Partnerländer gibt es kein Einjahresvisum, sondern nur Touristenvisa.
Zwanzig Vertreter von Nichtregierungsorganistationen aus vier Kontinenten wurden auf Einladung der Stiftung Nord-Süd-Brücken und der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) eine Woche lang in Berlin geschult. Während einer Podiumsdiskussion - die keine Diskussion wurde, weil sich die aus Mexiko, der Ukraine, Indien, Indonesien, Ghana, Kenia, Mexiko, Nicaragua und anderen Ländern Angereisten in ihrer Beurteilung ziemlich einig waren - fielen kritische Worte. Einer der wesentlichsten Punkte: Es gebe zwar viele Bewerbungen, ab und an seien bezüglich der Freiwilligen aber noch nicht einmal "manche Minimalstandards" erfüllt.

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